Zentrum Wald-Forst-Holz - LWF aktuell 155
Die neuesten Nachrichten und Informationen aus dem ZWFH finden Sie auf dieser Seite. Die Nachrichten aus dem Zentrum erscheinen auch stets in der jeweiligen Ausgabe der LWF aktuell.
Erstsemester starten: Volle Hörsäle an TUM und HSWT
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Erstsemester der Bachelorstudiengänge »Forstingenieurwesen« und »Arboristik & Urbanes Waldmanagement« an der HSWT (© J. Hiller, ZWFH)
Auch an der Forstfakultät der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf begannen ca. 250 Studierende ihr Studium – rund 150 Personen im Studium Forstingenieurwesen gemeinsam mit knapp 50 Studierenden für Arboristik und Urbanes Waldmanagement. Den Master Naturraum- und Wildtiermanagement haben 55 neue Studierende begonnen – ein voller Erfolg für den ersten Jahrgang! Im Masterstudium stehen die Erfassung und Analyse komplexer räumlicher, sozialer und wildbiologischer Fragestellungen im Mittelpunkt.
Jakob Hiller
Frankenwaldtag 2025
Anfang Juli wurde der Ort Schwarzenbach am Wald zum Mittelpunkt einer der größten forstlichen Veranstaltungen in Nordbayern. Der Frankenwaldtag 2025 fand dieses Jahr in Kombination mit dem Regionalen Waldbesitzertag statt – ein Ereignis nicht nur für Waldbesitzende und Forstfachleute, sondern auch für Familien, Naturbegeisterte und alle, die sich für den Wald interessieren.
Bei freiem Eintritt und bestem Sommerwetter erlebten ca. 12.000 Gäste einen informativen, abwechslungsreichen und familienfreundlichen Tag rund um Wald, Holz und Klimaanpassung – und wir mittendrin: das Zentrum Wald-Forst-Holz Weihenstephan, gemeinsam mit der Abteilung Boden und Klima der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) und dem forstlichen Studienangebot am Campus Weihenstephan.
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Forstministerin Michaela Kaniber informierte sich beim Präsident der LWF, Dr. Peter Pröbstle, über die neuesten Entwicklungen. (© J. Hiller, ZWFH)
Noch vor ihrer Festansprache besuchte Michaela Kaniber, die Bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus, unseren Stand im Rahmen ihres Ausstellungsrundgangs. Auch Landrat Oliver Bär und Bürgermeister Reiner Feulner sowie die amtierende Bayerische Waldkönigin Patricia Vogl schauten bei uns vorbei.
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Ein echter Luchs zog das Interesse von Jung und Alt auf sich und auf das Luchsprojekt der HSWT (© J. Hiller, ZWFH )
Begleitende Fachvorträge gaben Impulse zu aktuellen forstlichen Fragestellungen:
- Wiederaufforstung oder natürliche Wiederbewaldung – was hat sich bewährt? (Dr. Peter Pröbstle, Präsident der LWF)
- Schadflächen im Frankenwald – Erfahrungen und Perspektiven (Johann Geiger, Waldbauexperte Nordbayern der LWF)
- Wald und Wild – Lösungsansätze aus dem Landkreis Hof (Wolfgang Wirth, Kreisjagdberater)
Der Frankenwaldtag 2025 verdeutlichte erneut die Relevanz von Waldbewirtschaftung, Klimaanpassung und forstlicher Bildung. Der offene Austausch, die praxisnahe Wissensvermittlung und das breite Themenspektrum haben gezeigt: Der Wald bewegt – fachlich, emotional und generationenübergreifend. Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Mal!
Maja Bosch
Leiterwechsel im Forstzentrum Weihenstephan: Andreas Rothe folgt auf Peter Pröbstle
Das Zentrum Wald-Forst-Holz Weihenstephan (ZWFH) hat einen neuen Leiter: Prof. Dr. Andreas Rothe, der frühere Dekan der Fakultät Wald und Forstwirtschaft an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, übernahm turnusgemäß zum 1. Oktober 2025 diese Funktion von Präsident Dr. Peter Pröbstle, dem Leiter der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft.
Das Zentrum Wald-Forst-Holz Weihenstephan ist der Zusammenschluss der drei forstlichen Forschungs- und Lehrinstitutionen am Campus Freising-Weihenstephan. Seit über 20 Jahren arbeiten die Technische Universität München (TUM), die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) und die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) im Forstbereich vertrauensvoll zusammen. Eine solche institutionalisierte Zusammenarbeit mit eigener Geschäftsstelle ist auf dem Gebiet der Wald-, Forst- und Holzwirtschaft europaweit einmalig.
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Andreas Rothe übernimmt das Leiteramt am Zentrum Wald-Forst-Holz Weihenstephan von Peter Pröbstle (© J. Hiller, ZWFH)
Der Koordinierungsrat des ZWFH besteht aus sieben Personen: Prof. Dr. Thomas Knoke und Prof. Dr. Annette Menzel vertreten die TUM. Die HSWT hat Prof. Dr. Jörg Ewald sowie Prof. Dr. Andreas Rothe in das Gremium entsandt. Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung Landwirtschaft, Forsten und Tourismus (StMELF) vertritt Ministerialrat Sören Timm. Die Runde komplettieren der LWF-Präsident Dr. Peter Pröbstle sowie die LWF-Vizepräsidentin Dr. Ruth Dirsch.
Jakob Hiller
Zur Person

Prof. Dr. Andreas Rothe
Der studierte Forstwissenschaftler arbeitete nach erfolgreicher Referendarzeit und kurzer Tätigkeit am Forstamt München sieben Jahre als abgeordneter Forstbeamter am damaligen Lehrstuhl für Bodenkunde und Standortslehre der TUM. Dort promovierte er mit summa cum laude über Mischbestände aus Fichte und Buche. Nach mehrjähriger Tätigkeit im Referat Waldbau und Nachhaltssicherung am bayerischen Forstministerium wurde er 2005 als Professor für das Lehrgebiet »Angewandte Standortslehre und Ressourcenschutz« an die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf berufen. Prof. Rothe war lange Jahre in der Leitung der Fakultät Wald und Forstwirtschaft tätig, darunter sechs Jahre als Dekan. Von 2016 bis 2019 arbeitete er im Zuge einer Freistellung für die Bayerischen Staatsforsten im Bereich Forsteinrichtung und als Revierleiter. Auslandstätigkeiten führten ihn nach Australien, USA und verschiedene Länder Europas. Prof. Dr. Rothe kennt den Forststandort Weihenstephan seit Anfang der 1990er Jahre und ist seit 2007 Mitglied im Koordinierungsrat des Zentrums. Entsprechend seines beruflichen Wirkens hat er sich stets für eine enge Vernetzung von forstlicher Praxis, Ausbildung und Forschung eingesetzt.
Freisinger Förster laufen Halbmarathon
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Neun Freisinger Förster waren beim Halbmarathon dabei (© HSWT)
Jakob Hiller
Absolvent der HSWT gewinnt Deutschen Waldpreis
Nach dem flächigen Verlust seiner Fichtenbestände durch den Borkenkäfer hat Torsten Dörmbach den Waldumbau entschlossen in die Hand genommen. Mit 39 verschiedenen Baumarten setzt er auf Vielfalt und Klimastabilität. Als erste Jagdgenossenschaft in NRW hat seine Gemeinschaft die jagdliche Eigenbewirtschaftung eingeführt – ein wichtiger Schritt zur Förderung der Naturverjüngung. Dafür erhielt Torsten Dörnbach die Auszeichnung »Waldbesitzer des Jahres 2025«.
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»Waldbesitzer des Jahres 2025« Torsten Dörmbach zusammen mit der »Försterin des Jahres 2025« Monika Runkel (© W. Schui)
Seit 2018 würdigt das Fachportal forstpraxis.de aus dem Hause dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag mit dem Deutschen Waldpreis Persönlichkeiten, Institutionen und Initiativen, die sich in herausragender Weise für Wald, Forstwirtschaft und den ländlichen Raum engagieren.
Seit einem Jahr Promotionsrecht an der HSWT
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Seit einem Jahr ist die HSWT durch das Promotionszentrum »Sustainable Land Use Systems« (PZ SusLand) befugt, eigenständig den Doktortitel (Dr. agr. oder Dr. rer. nat.) zu vergeben. HSWT- Präsident Dr. Eric Veulliet (li) überreichte die Urkunde zur Promotionsberechtigung an Prof. Dr. Jörg Ewald (re) (© J. Gangkofer)
HSWT-Präsident Dr. Eric Veulliet überreichte die Urkunde mit der Promotionsberechtigung im Februar 2025 an den wissenschaftlichen Leiter des Promotionszentrums Prof. Dr. Jörg Ewald, stellvertretend für die 21 Professorinnen und Professoren des Promotionszentrums.
Anfang April hat das PZ SusLand vier Promovierende aufgenommen. Eine Promotion wird immer durch zwei Professoren bzw. Professorinnen betreut, wobei die Erstbetreuung durch einen Professor oder eine Professorin des Promotionszentrums erfolgen muss. Prof. Dr. Jörg Ewald zeigt sich nach einem Jahr überaus zufrieden: »Mit SusLand spielt die HSWT ihr Alleinstellungsmerkmal als forschungsstarke grüne Hochschule aus. Wir möchten die besten Köpfe dafür gewinnen, die Transformation unserer Landschaften kritisch, kreativ und konstruktiv zu begleiten.« Inzwischen promovieren 12 Personen im Promotionszentrum.
Die Promovierenden am PZ SusLand schätzen besonders die interdisziplinären Möglichkeiten und die praxisnahe Einbindung. Zudem machen die enge Betreuung vor Ort und die kurzen Wege das Promovieren an der HSWT attraktiv.
Mit seiner klaren Ausrichtung auf Nachhaltigkeit trägt das Promotionszentrum der HSWT nicht nur zur Lösung globaler Herausforderungen bei – es stärkt auch die Forschungsstandorte der HSWT und bringt neues Wissen direkt in die Regionen.
Eine Bewerbung für den 1. Januar 2026 für Doktoranden und Doktorandinnen ist noch bis zum 1. November 2025 möglich. Weiterführende Informationen und Ansprechpartner sowie Hinweise für eine professorale Mitgliedschaft am PZ SusLand finden Interessierte auf der Seite des Promotions-
zentrums.

