Forschungsprojekt
Raum-Zeit-Verhalten von Wildschweinen in einem repräsentativen Lebensraum Bayerns (I049)
Zoombild vorhanden
Wildschwein im Untersuchungsgebiet (© LWF)
Anthropogene Eingriffe wie Land- und Forstwirtschaft und Urbanisierung sowie veränderte Umweltbedingungen beeinflussen zunehmend das Verhalten von Wildtieren. Besonders Wildschweine profitieren davon und breiten sich verstärkt in Kulturlandschaften und Siedlungsnähe aus. Dies führt bayernweit, trotz regulierender Eingriffe, zu wachsenden Konflikten mit menschlichen Nutzungsinteressen. Das Projekt untersucht daher das Raum-Zeit-Verhalten von Wildschweinen, um ihre Lebensraumnutzung besser zu verstehen und fundierte Lösungen für ein nachhaltiges Wildtiermanagement zu entwickeln.
Hintergrund
Zoombild vorhanden
Keiler im Schnee (© R. Vornehm)
Allerdings kollidieren die Lebensansprüche der Wildschweine häufig mit den Interessen der Menschen. Besonders in der Landwirtschaft führen die steigenden Wildschweinbestände zu erheblichen Schäden. Auch die Ausbreitung der Tiere in urbane Gebiete schafft Konflikte. Mit dem Auftreten der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gewinnt die nachhaltige Regulierung der Wildschweinpopulation an Bedeutung.
Ziele des Projektes
- Lebensraumdimensionen (Streifgebiete)
- Lebensraumpräferenzen (Wald, Offenland, Agrarkulturen)
- saisonale Lebensraumnutzung unter Einfluss biotischer und abiotischer Faktoren
- Wirkung von natürlichen und künstlichen Barrieren
- Wechselwirkungen mit dem Menschen (z. B. Jagd)
Projektgebiet und Kooperationspartner
Methoden
Projektinformationen
Projektleitung: Dr. Wibke Peters, Dr. Egbert Gleich
Projektbearbeitung: Dr. Egbert Gleich, Mona Bergmann
Laufzeit: seit 2025
Durchführende Institution: Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF)
Kooperationspartner: Bayerischer Bayernverband (BBV) und Bayerische Staatsforsten
Finanzierung: aus Mitteln der Jagdabgabe Bayerns

