Meldungen - LWF aktuell 156
Aufforstung aus der Luft
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Schutzwaldsanierungsfläche im Allgäu (© B. Mittermeier)
red
Rehe beeinflussen natürliche Regeneration von Laubwäldern deutlich
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Wildverbiss an Edellaubholz (© B. Mittermeier)
Die erwarteten positiven Effekte der günstigen Belichtungssituation auf die aufkommende Verjüngung konnten den Verbiss nicht ausgleichen. Dabei unterschied sich die Baumartenzusammensetzung auf schattigen und lichtreichen Flächen kaum: Unabhängig von der Lichtverfügbarkeit zeigte sich in der Verjüngung eine Halbierung der Baumartenvielfalt.
Die Untersuchung belegt, dass selektiver Verbiss durch Rehwild zu einer deutlichen Homogenisierung der Naturverjüngung führt. Die Rehwilddichte im Untersuchungsgebiet entspricht vielen bayerischen Laubwäldern, sodass davon auszugehen ist, dass die beobachteten Effekte auf diese Wälder übertragbar sind. Die Forschenden schließen daraus, dass Flächen bei zu hohen Rehwilddichten zunächst eingezäunt werden sollten, um das Potenzial einer artenreichen Naturverjüngung voll ausschöpfen zu können.
red
Mikroplastik im Waldboden
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Mit dem Laubfall gelangt Mikroplastik in den Waldboden (© K.-P. Janitz
red
Schneebruch-Experiment der LWF im Nationalpark Bayerischer Wald
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Schneebruch an Fichte (© Bri, PantherMedia)
Besonders Nassschnee führt bei Fichten häufig zu Kronenbrüchen – und genau dieses Bruchholz bietet im Frühjahr beste Brutbedingungen für Borkenkäfer. Im Rahmen des Experiments erzeugen die Forschenden der LWF künstlich Bruchholz. Dazu werden Fichten zu verschiedenen Zeitpunkten im Winter 2025/2026 mechanisch gebrochen und im Frühjahr auf Käferbefall untersucht
Die Testflächen liegen in der Managementzone des Nationalparks, die für das Experiment beste Voraussetzungen bietet. Für angrenzende Waldflächen entsteht keine Gefahr, denn das erzeugte Bruchholz wird rechtzeitig unschädlich gemacht.
Gerade in fichtenreichen Regionen können die Erkenntnisse helfen, die Schadholzaufarbeitung im Winter besser zu priorisieren und Arbeitskapazitäten von Waldbesitzenden und Forstunternehmern zielgerichteter einzusetzen.
red
Faktenpapier zu Extremwetter und Klimarisiken in Deutschland
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(© LWF)
Im Zeitraum 2022 bis 2024 folgten die jeweils wärmsten Jahre seit Beginn systematischer Messungen in Deutschland aufeinander. Die jüngste Dekade bis Ende 2024 lag bereits 2,3 °C über dem vieljährigen Mittel 1881-1910. Global betrachtet war das Jahr 2024 erneut das bisher wärmste, geprägt von sehr hohen Ozeanoberflächentemperaturen. Außergewöhnlich hohe und langanhaltende Niederschläge in Deutschland, vor allem 2024, sind größtenteils auf diese Bedingungen zurückzuführen - auch die Trockenperiode von Februar bis Juni 2025.
Laut Faktenpapier verändern sich Extremwetterereignisse deutlich und treten zunehmend in Regionen auf, die zuvor weniger betroffen waren. Für Deutschland bedeutet das mehr Hitzewellen, während Ereignisse wie strenge Fröste abnehmen. Die Temperaturentwicklung wird als eindeutig wissenschaftlich belegt bewertet, während Aussagen zu Niederschlags- und Windextremen differenzierter ausfallen. Insgesamt ist davon auszugehen, dass sich die globale Erwärmung weiter verstärken wird. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit neuer Temperaturrekorde, während kalte Winter, kühle Sommer und Spätfröste künftig seltener werden.
red
LWF-Forscher Markus Blaschke zum Honorarprofessor berufen
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Dr. Eric Veulliet (li) und Prof. Dr. Jörg Ewald (re) überreichen Markus Blaschke die Urkunde zur Honorarprofessur (© HSWT)
Der LWF-Wissenschaftler Markus Blaschke wurde für den Bereich »Pilze im Waldökosystem« berufen. Der Experte für Mykologie und Phytopathologie betreut bereits seit 2003
als Lehrbeauftragter Abschlussarbeiten von Studierenden der HSWT. Sein umfangreiches Wissen vermittelt er nicht nur als Forscher und ausgewiesener Pilzspezialist an die Studierenden, sondern auch als Referent, Pilz-Coach und Coach-Ausbilder der Deutschen Gesellschaft für Mykologie.
Mit seiner Ernennung zum Honorarprofessor wird die enge Zusammenarbeit zwischen LWF und HSWT im Zentrum Wald-Forst-Holz Weihenstephan weiter gestärkt. Sie setzt zugleich neue Impulse für Forschung, Lehre und Praxis im europaweit vernetzten Forstzentrum.
red

