Fichtenaltholz mit Buchenvoranbau

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Barbara Fussi, Monika Konnert und Eva Cremer
Genfluss in Waldbeständen - LWF-Wissen 74

Unter Genfluss versteht man den Austausch von Genen innerhalb und zwischen Beständen durch Pollen- und Samenausbreitung. Einzelbäume und Bestände sind über Genfluss »genetisch vernetzt«. Hochvariable DNA-Marker (sogenannte Mikrosatelliten) ermöglichen eine exakte Nachverfolgung des Genflusses und die Bestimmung der elterlichen Anteile in den Nachkommen (z.B. in Samen und Sämlingen) der Waldbäume.

Buchenbestand in dem in regelmäßigen Abständen Behälter angebracht sind.Zoombild vorhanden

Abbildung: Buchen-Monitoringfläche bei Freising; Foto: H.-P. Dietrich

Wälder sind Ökosysteme mit großer genetischer Vielfalt. Die Anpassungsfähigkeit eines Waldbestands ist umso höher, je mehr unterschiedliche Genotypen er enthält. Aus dem vorhandenen Genpool werden sich im Laufe des Anpassungsprozesses diejenigen Genotypen durchsetzen, die unter den jeweils gegebenen Umweltbedingungen die höchste Fitness haben, d.h. die überleben und sich fortpflanzen.

Zum Erhalt der genetischen Variation in Raum und Zeit tragen natürliche Vorgänge bei, zu denen auch der Genfluss gehört. Darunter versteht man den Austausch von Genen innerhalb und zwischen Beständen. Paarungssystem und Genfluss sind wichtige Faktoren, die die genetische Vielfalt einer Art und die räumliche Struktur dieser Vielfalt bestimmen.

Durch die sexuelle Vermehrung geben die Waldbäume die in einer Generation enthaltene genetische Information an die Folgegeneration weiter. Dabei trifft der Pollen vom Vaterbaum auf die weibliche Blüte des Mutterbaumes, mit der er verschmilzt. Durch die Kombination der genetischen Information des Pollens mit der Samenzelle entsteht der neue Genotyp des Samens. Die Verbreitung des Pollens, bei unseren heimischen Waldbaumarten vorrangig durch Wind, führt somit zur Verbreitung der genetischen Information und wird als Genfluss bezeichnet.

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Autoren

  • Barbara Fussi
  • Monika Konnert
  • Eva Cremer