Forschungs- und Innovationsprojekt
Kohlenstoff, Boden, Vegetation und Standort in Bayern - Trendanalyse der Bodenzustandserhebung im Wald: KoBoVegBZE
Kartierung der Vegetation an einem von 385 BZE-Punkten in Bayern (© W. Falk, LWF)
Wie entwickeln sich Humus, Pflanzenarten und Bodenkohlenstoff in Bayerns Wäldern? Nimmt die Vielfalt der Arten trotz Klimawandel zu? Welche Veränderungen zeigen sich beim Totholz? Das Projekt KoBoVegBZE untersucht diese Fragen anhand der bayernweiten Zeitreihe der Bodenzustandserhebung im Wald.
Die dritte Bodenzustandserhebung erfasste 385 Standorte in ganz Bayern mit Bodenproben, Vegetationsaufnahmen und Totholzanalysen. Der Datensatz ist einzigartig und erlaubt es, Veränderungen über mehrere Jahrzehnte und verschiedene Standorte hinweg zu erkennen. Die Auswertung im seit Juli 2025 laufenden Projekt verspricht neue Erkenntnisse über Humusentwicklung, Biodiversität und Klimawandeleffekte.
Ausgangssituation
Zoombild vorhanden
Bohrprobenabschnitt mit Übergangsbereich von organischer Humusauflage zu mineralischem Bleichungshorizont (© LWF)
Die Bodenzustandserhebung liefert regelmäßig und flächendeckend Daten aus 385 repräsentativen Standorten. Damit lassen sich Fragen zu Zustand und Veränderung der Wälder über Bayern hinaus allgemein gültig beantworten. Sie ergänzt regionale Fallstudien und liefert langfristige Vergleichswerte.
Datenlage
Projektziel
Zoombild vorhanden
Humusziegel (Moder) eines Pelosol-Pseudogleys mit Laubmoosen und Kiefernstreu (© LWF)
Methodik & Arbeitspakete
- Aufnahmen: Vegetation, Totholz und Böden nach den Arbeitsanleitungen der Bodenzustandserhebung.
- Auswertungen: Zuerst deskriptiv, anschließend statistische Vergleiche.
- Analyse der Ursachen: Regressionsmodelle mit Bestands- und Standortvariablen zeigen, warum sich Vegetation, Totholz oder Bodenkohlenstoff verändern.
Nutzwert für Forstpraxis
Projektinformationen
Projektleitung: Wolfgang Falk, Dr. Thomas Kudernatsch
Projektbearbeitung: Abteilung Boden, Klima, Baumartenwahl
Laufzeit: 01.07.2025 – 31.12.2028
Finanzierung: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus durch das Kuratorium für forstliche Forschung

