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Forschungs- und Innovationsprojekt
Verticillium an Bergahorn (Projekt F 50)

  
  
  
  
  
  
Status: Abgeschlossen
Laufzeit: 01.07.2012 -30.06.2015
Projektleiter: Markus Blaschke
Projektbearbeiterin: Nicole Burgdorf
Durchführung: Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft
Finanzierung: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Kurzbeschreibung

Draufsicht auf einen schwachen in ca. einem Meter Höhe abgeschnittenen AhornstammZoombild vorhanden

Überwallende Stammnekrose (Foto: N. Burgdorf)

Hintergrund
Insbesondere im Hinblick auf sich ändernde Umweltbedingungen und den Waldumbau nimmt die Bedeutung des Bergahorns zu. Diese Baumart ist für ihren Pilzreichtum an den Blättern bekannt. Seit einigen Jahren häufen sich jedoch Schäden im Stamm- und Rindenbereich. SCHNEIDEWIND (2005) zeigte, dass der Pilz Verticillium dahliae an Ahorn Stammrisse verursacht, aus denen im weiteren Verlauf ausgeprägte Stammnekrosen entstehen.

Untersuchungen der LWF haben zudem bestätigt, dass dieser bodenbürtige Pilz neben Triebwelken verstärkt Stammnekrosen verursacht (SIEMONSMEIER et al. 2010). Durch Verstopfung der Wasserleitbahnen entstehen Tracheomykosen, die zu einem akuten Wassermangel führen können. Ein verstärktes Auftreten der Stammschäden seit dem Trockensommer 2003 lässt einen starken Einfluss von Trockenstress auf den Infektionsverlauf vermuten.
Projektziel
Im Rahmen des Projektes soll geklärt werden, ob und in welchem Ausmaß der Schaderreger Verticillium dahliae in Böden von erkrankten Bergahornbeständen und in Vergleichsflächen ohne anfällige Baumart etabliert ist. Hieraus sollen Erregerdichten als Risikoschwellen identifiziert werden. Zum Nachweis von Verticillium dahliae wird ein molekularbiologisches Nachweisverfahren weiterentwickelt und angepasst.

Vor dem Hintergrund der prognostizierten Sommer mit längeren Trockenperioden, wird in einem Halbfreilandversuch unter kontrollierten Bedingungen untersucht, inwiefern Trockenstress Einfluss auf die Schadsymptomatik an Bergahorn bei künstlicher Infektion mit Verticillium dahliae nimmt.

Da eine Bekämpfung dieses bodenbürtigen Pathogens im Wald nicht möglich ist, wird der bereits an anderen Kulturpflanzen getestete Mykorrhizapilz Piriformospora indica an Bergahorn-Keimlingen appliziert, um eine verbesserte Pathogenabwehr und Trockenstressresistenz zu induzieren.
Das Projekt wird in Kooperation mit der Fachgebiet Pathologie der Waldbäume der Technischen Universität München durchgeführt.

Veröffentlichungen

  • Verticillium-Welke bei Bergahorn - LWF-aktuell 102
  • NEUBAUER, C., HEITMANN, B. (2011): Quantitativer Nachweis von Verticillium dahliae als Grundlage der Flächenauswahl im Gartenbau. Journal für Kulturpflanzen, 63 (1), 1-8.
  • SCHNEIDEWIND, A. (2005): Untersuchungen zur Standorteignung von Acer pseudoplatanus L. als Straßenbaum in Mitteldeutschland unter besonderer Berücksichtigung abiotischer und biotischer Stressfaktoren. Humboldt-Universität Berlin, Dissertation.
  • SIEMONSMEIER, A., NANNIG, A.,KÜHN, A., BLASCHKE, M. (2012): Spatial patterns of microsclerotia from Verticillium dahliae Kleb. in soils of Bavarian maple stands. Journal für Kulturpflanzen 94 (9): 348-353.