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Forschungs- und Innovationsprojekt
Veränderungen in der Phänologie von Forstschädlingen durch Klimawandel und deren Folgeschäden (Projekt Z 71)

  
  
  
  
  
  
Status: Abgeschlossen
Laufzeit: 01.05.2013 - 31.12.2014
Projektleiterin: Julia Zeitler
Projektbearbeiterin: Isabell-Marie Witte
Durchführende Institution: Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft
Finanzierung: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Kurzbeschreibung

Wespe legt Ei an Fichtentrieb

Eiablage (Foto: LWF)

Hintergrund
Die Kleine Fichtenblattwespe, Pristiphora abietina, fällt seit Jahrzehnten durch Massenvermehrungen in nicht standortsgemäßen Fichtenwäldern u.a. in Bayern auf. Ihr Vorkommen beschränkt sich auf Tieflagenstandorte. 2011 wurde eine Massenvermehrung im Salzburger Land beobachtet, bei der es sich um die in eigentlich höheren Lagen (ab 600m Seehöhe) vorkommende Gebirgsblattwespe, Pachynematus montanus, handelte. Die geringen Fangzahlen von P.abietina deuten darauf hin, dass sie aus ihrem Ursprungsgebiet verdrängt wird.

Beide Wespenarten, v.a. aber die Gebirgsblattwespe, können erhebliche Fraßschäden und Zuwachsverluste verursachen und erhöhen die Gefährdung für einen nachfolgenden Borkenkäferbefall (Kupferstecher, Buchdrucker). Aus diesem Grund muss die forstwirtschaftliche Bedeutung als sehr hoch eingestuft werden.
Projektziel
Gemeinsam mit dem Institut für Forstentomologie, Forstpathologie und Forstschutz (IFFF) der Universität für Bodenkultur (BOKU) in Wien soll auf verschiedenen Flächen in Bayern, Salzburg und Oberösterreich geklärt werden, inwieweit der Klimawandel sich auf das Austriebsverhalten der Fichte und somit auch auf die Koinzidenz der zwei wichtigsten Fichtenblattwespen –Arten auswirkt.

Ebenso soll beobachtet werden, ob durch die klimabedingte Verschiebung der Phänologie der Fichte eine Verdrängung von P.abietina stattfindet. Die Aufnahme des Gegenspielerkomplexes und der im Boden vorhandenen entomopathogenen Pilze soll Aufschluss über die Regulation und die biologischen Bekämpfungsmöglichkeiten der P.montanus Population geben.

Veröffentlichungen

Publikationen

  • Egginger M., Schopf A., Schafellner C. (2013): Neuartige Massenvermehrung der Fichtengebirgsblattwespe Pachynematus montanus (Zaddach 1883), (Hymenoptera, Tenthredinidae) im nördlichen Flachgau (Salzburg). Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für allgemeine und angewandte Entomologie 19: 1-5 (Halle/Saale).
  • Schafellner C., Marschnig M., Schebeck M., Schopf A. (2014): Recent shifts in the population dynamics of two sawfly species: the impact of climate change? In: 25th USDA Interagency Research Forum on Invasive Species Jan 7-10, Annapolis, MD, USA.

Poster

  • Egginger M., Schopf A., Schafellner C. (2014): Neuartige Massenvermehrung der Fichtengebirgsblattwespe Pachynematus montanus im nördlichen Flachgau (Salzburg). Entomologentagung Göttingen, 18.-21. März 2013. Programm & Abstracts S. 140.
  • Istenes C., Hinterstoisser W. (2013): Atmungsaktivität und Frostresistenz der Fichtengebirgsblattwespe, Pachynematus montanus (Hymenoptera: Tenthredinidae), während der Überwinterungsphase. Bachelorarbeit 2013.

Medienberichte

  • Erste Ergebnisse des Interreg-Projekts: Klimawandel und Forstschädlinge Informationsabendtreffen mit Waldbesitzern und dem Waldpflegegemeinschaft Gennersberg am 4.12.2013 im Gasthaus Kaiser, Altsberg 10, 5151 Nußdorf am Haunsberg
  • Schopf A., 04.12.2013: Die Fichtengebirgsblattwespe im Flachgau: ein Insekt des Klimawandels?
  • 3sat: Nano, 09.09.2013: Die Wespe kommt. Fichtengebirgsblattwespe gefährdet Fichten: In Folge des Klimawandels dringt die Fichtengebirgsblattwespe in tiefere Regionen vor und gefährdet die Fichtenmonokulturen im Berchtesgadener Land.
  • Bayerischer Rundfunk 09.08.2013 in "Unser Land" im BR.
  • ORF-Salzburg 04.08.2013: Holzschädlinge „erobern“ tiefere Regionen