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Forsteinrichtung und Waldinventur

Waldinventuren: Wichtige Zahlengrundlagen zur nachhaltigen Bewirtschaftung unserer Wälder

Zwei Mitarbeiter der LWF beiaußenaufnahmen zur Bundeswaldinventur. Ein Kollege schaut durch das Okular eines Messgeräts, ein weiterer Kollege notiert die Daten.

Mitarbeiter der LWF bei Messarbeiten im Rahmen der BWI 2012 (Foto: LWF)

Zur Beurteilung einer nachhaltigen Waldentwicklung sind verlässliche Beschreibungen des Zustands sowie der Veränderungen notwendig. In den Anfangsjahren der Forstwirtschaft in Deutschland zu Beginn des 18. Jahrhunderts erfolgten die Zustandsbeschreibungen meist auf qualitativer Basis. Im Laufe der Zeit entwickelte die Forstwissenschaft die Fachdisziplinen Dedrometrie bzw. Waldmesslehre, Waldinventur und Forsteinrichtung. Aufbauend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und Methoden ermöglichte sie operationalisierbare, reproduzierbare quantitative Zustandsbeschreibungen auf unterschiedlichen Betrachtungsebenen.

Forsteinrichtung und Forstinventuren bilden damit die Grundlage für nachhaltige Waldbewirtschaftung und werden allgemein als Nachweise einer nachhaltigen Entwicklung bei Betrachtung der naturalen Entwicklungen anerkannt.

Neben der Organisation, Durchführung und Auswertung der Arbeiten zu Bundeswaldinventuren unterstützt die Bayerische Landesanstalt auch die nachgeordneten Behörden des StMELF fachlich bei der Qualitätssicherung von Waldinventur- und Forsteinrichtungsverfahren im Privat- und Körperschaftswald.

Die Bundeswaldinventur (BWI)

Um den Zustand und die Naturalentwicklung zuverlässig auf großräumiger Ebene einschätzen zu können, wurde in Deutschland (Gebietsstand vor dem 3. 10. 1990) die BWI geschaffen. Sie ist konzipiert als stichprobenbasierte Großrauminventur, die stichprobentheoretisch als einstufige, systematische Klumpenstichprobe mit regional unterschiedlicher Stichprobendichte einzuwerten ist.
Ziel der BWI ist die Untersuchung der großräumigen Waldverhältnisse und der forstlichen Produktionsmöglichkeiten in Deutschland. Die Stichprobenpunkte der BWI sind dabei in einem systematischen Gitternetz über das gesamte Bundesgebiet verteilt. Das Basisnetz hat eine Rasterweite von 4×4 km bzw. ist zum Teil auf regionaler Ebene verdichtet, so zum Beispiel in Bayern in den Regierungsbezirken Mittelfranken und Schwaben (2,83 × 2,83 km) .

Die BWI stellt aktuell die wichtigste, besitzartenübergreifende Datenquelle für den Wald in ganz Bayern und Deutschland dar, die zuverlässige Daten zur nachhaltigkeitsorientierten Bewirtschaftung unserer Wälder liefert.

Die Erhebungen der 3. Bundeswaldinventur (2011 – 2012) sind abgeschlossen.

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