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Zusammenfassung der Ergebnisse der Bundeswaldinventur 2012

Die Ergebnisse für das Bundesland Bayern

Mit einer Waldfläche von 2,606 Millionen ha ist Bayern zu 36,9% bewaldet. Damit besitzt Bayern die größte Waldfläche aller Bundesländer. Im Vergleich zur Bundeswaldinventur 2 hat sich die Waldfläche in Bayern praktisch nicht verändert. Bei der Holzbodenfläche ist hingegen eine leichte Tendenz einer Flächenzunahme zu erkennen.

Waldfläche nach Besitzarten

Grenzstein, teilweise weiß gestrichen, im Wald

Wichtige Grenzzeichen im Wald
(Foto: Carina Schwab)

Die Bundeswaldinventur unterscheidet die Eigentumskategorien Privatwald, Kommunalwald, Staatswald im Eigentum des Landes und Staatswald im Eigentum des Bundes.
Die Wälder in Bayern befinden sich zu 55,7% im Eigentum von privaten Waldbesitzern, zu 29,8% im Alleineigentum des Freistaates Bayern, Körperschaften zu 12,4% und 2,1% im Eigentum der Bundesrepublik Deutschland.Im Vergleich zur Bundeswaldinventur 2 sind die Eigentumsverhältnisse in Bayern wenig verändert, lediglich aufgrund einer Änderung des Bayerischen Waldgesetzes von 2005 haben sich Verschiebungen in der Zuordnung vom Körperschaftswald zum Privatwald ergeben.

Vorräte

Nach der Bundeswaldinventur 2012 besitzt Bayern einen Holzvorrat von 987 Millionen Vorratsfestmetern Derbholz. Damit befinden sich rund 27% der Holzvorräte Deutschlands in Bayern. Mit 396 Vorratsfestmetern/ ha weist Bayern die höchsten Hektarvorräte im Vergleich zu den anderen Bundesländern auf.

Gegenüber der Bundeswaldinventur 2002 sind die Holzvorräte in Bayern nahezu unverändert. Es hat sich allerdings gezeigt, dass die Nadelholzvorräte in Bayern abnehmen, während die Laubholzvorräte zunehmen. Sowohl beim Nadelholz als auch beim Laubholz ist eine Zunahme der Vorräte starken Holzes zu verzeichnen. Im Bereich des schwachen und mittelstarken Holzes haben die Laubholzvorräte ebenfalls zugenommen während die Nadelholzvorräte abgenommen haben.

Zuwachs

In Bayern sind zwischen 2002 und 2012 jährlich rund 29,5 Millionen Vorratsfestmeter Derbholz zugewachsen, 28,1 Millionen Vorratsfestmeter wurden forstwirtschatlich genutzt. Umgerechnet pro Hektar und Jahr entspricht dies einem Zuwachs von 11,9 Vorratsfestmetern Derbholz bzw. einer Nutzung von 11,3 Vorratsfestmetern Derbholz. Im Vergleich zu den Zuwächsen nach den Ergebnissen der Bundeswaldinventur 2 für Bayern liegt der Zuwachs in der Periode 2002 bis 2012 etwas niedriger.

Waldaufbau

Mit einem Flächenanteil von 36% hat sich der Anteil der Laubbäume in Bayern weiter erhöht, 64% der Waldfläche Bayerns sind von Nadelbäumen bedeckt. Der Flächenanstieg der Laubbäume zeigt sich für alle Laubbaumarten, der Rückgang der Nadelbäume geht im Wesentlichen auf einen Flächenrückgang von Fichte und Kiefer zurück, während Tanne, Douglasie und Lärche in der Tendenz leicht zugenommen haben. Die Baumart Fichte ist mit 42% Flächenanteil häufigste Baumart in Bayern, gefolgt von Kiefer (rund 17%) und Buche (rund 14%).

Auf rund 20% der Waldfläche findet sich Verjüngung unter dem Schirm des Altbestandes. Die Vorausverjüngung setzt sich zu 33% aus Fichte und 26% Buche sowie einer Vielzahl weiterer Baumarten zusammen.

85% der Waldfläche Bayerns bestehen aus zwei oder mehr Baumarten, lediglich 15% der Waldfläche stellen Reinbestände aus einer Baumart dar. Im Vergleich zur letzten Bundeswaldinventur ist damit der Flächenanteil der Reinbestände in Bayern rückläufig. Auf 60% der Aufnahmepunkte in Bayern kommen drei und mehr Baumarten vor. Dieser Wert liegt im Vergleich zur Vorgängerinventur um rund 9% höher. 77% der bayerischen Wälder sind zwei- und mehrschichtig, 23% stellen einschichtige Reinbestände dar.
Das Durchschnittsalter bayerischer Wälder liegt bei 83 Jahren, ein Anstieg gegenüber der Vorgängerinventur um 4 Jahre.

Totholz

In bayerischen Wäldern finden sich pro Hektar 22 m³ Totholz. Dieser Wert liegt um 2 m³/ ha höher als der Vergleichswert der Bundeswaldinventur 2.

Ausführliche Informationen

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