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Anke Höltermann, Frank Klingenstein, Axel Ssymank
Naturschutzfachliche Bewertung der Douglasie aus Sicht des Bundesamtes für Naturschutz - LWF Wissen 59

Kaum eine Baumart steht so im Spannungsfeld zwischen Naturschutz und Forstwirtschaft wie die nordamerikanische Douglasie (Pseudotsuga menziesii (MIRB.) Franco). Vor dem Hintergrund des sich abzeichnenden Klimawandels erfreut sie sich aus ökonomischwaldbaulichen Gründen wachsender Beliebtheit. Eine Risikoabschätzung des Douglasienanbaus aus naturschutzfachlicher Sicht gestaltet sich jedoch auf Grund der Lückenhaftigkeit des Wissens zur Ökologie der Douglasie und den langfristigen Folgen für Flora und Fauna schwierig.

DouglasienkeimlingZoombild vorhanden

Abbildung: Douglasienkeimling. Foto: M. Mößnang

Eine Beurteilung sollte standörtlich differenziert erfolgen und zwischen Flächen mit hoher naturschutzfachlicher Bedeutung und sonstigen Flächen unterscheiden. Auf die Schwierigkeit pauschalisierender Aussagen zum Douglasienanbau deuten auch die zum Teil erheblich differierenden Positionen forstlicher Zertifizierungssysteme, Naturschutzverbände und forstlicher Fachverbände hin.

Die Douglasie wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts nach Mitteleuropa eingeführt und ist heute die für die Forstwirtschaft in Mitteleuropa bedeutendste fremdländische Baumart. Zwar beträgt die aktuell mit Douglasie bestockte Fläche in Deutschland nach Erhebungen der BWI II lediglich 179.607 Hektar bzw. 1,7 Prozent der Gesamtwaldfläche. Dabei handelt es sich größtenteils um Mischbestockungen.

Gleichwohl hat sich die Anbaufläche der Douglasie insbesondere seit den siebziger Jahren erheblich ausgeweitet (Abbildung 2). Nach Burschel und Huss (1997) ist abzusehen, dass die Douglasie nach Fichte und Kiefer zur drittwichtigsten Nadelbaumart wird, während vor allem die Kiefer an Fläche einbüßt. Langfristig werden in Deutschland Douglasienanteile von über zehn Prozent erwartet (Kowarik 2003).

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Autoren

  • Anke Höltermann
  • Frank Klingenstein
  • Axel Ssymank